Gemeinde Blaibach - Landkreis Cham

Aktivitäten

Sechs Feuerwehren übten den Ernstfall

Am Abend des 19. September 2017 wurden im Rahmen der Feuerwehr-Aktionswoche 2017 sechs Feuerwehren zu einer Gemeinschaftsübung in den Blaibacher Ortsteil Untergschaidt gerufen. Angenommen wurde ein Schwelbrand mit starker Rauchentwicklung in der Maschinenhalle eines Blockbandsägewerks. Gegen 19 Uhr startete der zuständige Kreisbrandmeister Alexander Beier per Funksammelruf die Übung und die beteiligten Feuerwehren aus Blaibach, Bärndorf, Lederdorn, Miltach, Ruhmannsdorf (Lkr. Regen) und Weißenregen setzten sich in Marsch. Als Einsatzleiter fungierte unser Kommandant Thomas Raab. Beim Eintreffen am fiktiven Schadensort ergab sich folgendes Bild: Die Maschinenhalle war aufgrund eines Schwelbrands sehr stark verraucht. Mehrere Arbeiter galten zu diesem Zeitpunkt als vermisst. Weiterhin wurde – so die Übungsannahme – beim Versuch, Material aus der stark verrauchten Maschinenhalle zu transportieren, ein Mitarbeiter unter einem Radlader eingeklemmt. Sogleich erhielten die anrückenden Feuerwehren ihre Aufgaben zugewiesen. Die wasserführenden Fahrzeuge aus Blaibach, Miltach und Lederdorn wurden mit der Suche nach den vermissten Personen und der Brandbekämpfung betraut. Hierfür wurde auch ein eigener Einsatzabschnitt gebildet. Das in der Folge anrückende Löschgruppenfahrzeug der Feuerwehr Miltach, welches mit Geräten zur technischen Hilfeleistung bestückt ist, wurde zur Befreiung der unter dem Radlader eingeklemmten Person eingeteilt.

Vier Personen mussten gerettet werden

Person unter Lader

Das Mehrzweckfahrzeug aus Blaibach sowie die Tragkraftspritzenfahrzeuge aus Bärndorf, Ruhmannsdorf und Weißenregen waren für den Aufbau einer Wasserversorgung verantwortlich. Von einem großen Weiher in der Nähe der Maschinenhalle wurden zwei Förderleitungen mit einer Länge von jeweils ca. 160 Metern aufgebaut. Auch hierfür wurde ein eigener Einsatzabschnitt gebildet. Im weiteren Übungsverlauf wurde in diesem Abschnitt noch der Ausfall einer Tragkraftspritze simuliert, so dass in kurzer Zeit eine Reservepumpe die Wasserförderung übernehmen musste.

Wasserentnahmestelle

Wasserentnahmestelle

Zur Suche der vermissten Personen waren insgesamt fünf Trupps mit Atemschutzgeräten eingesetzt. Die Überwachung der Atemschutztrupps wurde vom Mehrzweckfahrzeug der Feuerwehr Miltach vorgenommen. Die vier vermissten Personen konnten innerhalb kurzer Zeit aufgefunden und aus der verrauchten Halle gerettet werden.

Das Objekt war stark verraucht

Nach etwa einer Stunde konnte Kommandant Thomas Raab die Übung für beendet erklären. Wie nah Übung und Realität beieinander liegen wurde dann wieder deutlich, als kurz vor Beginn der Abschlussbesprechung die Feuerwehr Lederdorn und Kreisbrandmeister Alexander Beier zu einem Echteinsatz nach Bad Kötzting gerufen wurden.

Das Objekt war stark verraucht

Widerstandslinie

Widerstandslinie

Abschlussbesprechung

So begrüßte Thomas Raab bei der abschließenden Besprechung die noch am Übungsort verbliebenen Feuerwehren sowie den Ersten Bürgermeister Wolfgang Eckl, der als Übungsbeobachter fungierte. In seinen Ausführungen erläuterte Raab die angestrebten Übungsziele und zeigte sich mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Das Zusammenwirken der Feuerwehren klappte problemlos und es wurde Hand in Hand gearbeitet. Die Rettung der vermissten Personen konnte innerhalb kürzester Zeit bewerkstelligt werden und auch die technische Rettung am Radlader verlief zügig und ohne Komplikationen. Die Wasserförderung zum Übungsobjekt wurde in einer sehr guten Zeit fertiggestellt. Darüber hinaus wurde darauf geachtet, dass die Förderleitung gut ausgeleuchtet und die Zufahrt für weitere nachrückende Fahrzeuge zu jeder Zeit gegeben war, was aufgrund der beengten Zufahrtsmöglichkeit zum Übungsobjekt sehr wichtig ist. Die durchgeführte Funkkanaltrennung hatte ebenfalls gut funktioniert.  Weiterhin bedankte sich Kommandant Raab bei allen Feuerwehren für deren rege Übungsbeteiligung. Bürgermeister Wolfgang Eckl stellte ebenfalls die gute Zusammenarbeit der Feuerwehren in den Vordergrund. Er merkte an, dass Übungen für die Ortskenntnis und das schnelle Handeln im Einsatzfall große Vorteile mit sich bringt und dankte den Feuerwehrlern für deren Engagement zum freiwilligen Dienst am Nächsten. Abschließend bedankten sich Kommandant Thomas Raab sowie Bürgermeister Wolfgang Eckl bei Christian Hutter, der das Übungsobjekt zur Verfügung gestellt hat.

Samstag, 15. Dezember 2018

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