Gemeinde Blaibach - Landkreis Cham

Meilensteine im Feuerlöschwesen der Freiwilligen Feuerwehr Blaibach

Im Jahre 1864 setzte sich der Gedanke einer organisierten, aus freiwilliger Grundlage stehenden Feuerwehr durch. Das königliche Bezirksamt ermunterte Mitte der 60er Jahre durch ein Schreiben die Blaibacher, eine Feuerwehr-Mannschaft aufzustellen: „Nachdem in Blaibach eine Spritze vorhanden ist, desgleichen in der zur Gemeinde gehörigen Ortschaft Harras ebenfalls eine Spritze vorhanden ist, kann, da genügend junge Männer zu Steigern und Rettern sodann Spritzen-Mannschaft in der Gemeinde Blaibach und den umliegenden Ortschaften vorhanden sein werden, ohne große Mühe eine Feuerwehr mit zwei Zügen gebildet werden. Die Eintheilung wäre folgende: Jeder Zug hat zu bestehen aus einer Steiger-Rotte zu 8-10 oder noch mehr Mann (ledige junge Burschen), einer Retter-Rotte und Wach-Rotte zu 16 oder mehr Mann, einer Spritzen-Rotte (Bedienungs- und Pump-Mannschaft) zu 10 Mann, einer Rotte Wasserträger zu 4-6 Mann. Herr Windorfer von Harras wäre als Hauptmann passend und tüchtig. Jeder Zug braucht einen Zugführer und jede Rotte einen Rottenführer, sohin mit dem Hauptmann 9 Chargen, dann 1 Signalist. Diese Feuerwehr-Abtheilung kann zur Einübung hierorts erscheinen und kann unter die hiesigen Züge eingetheilt werden, bis sie selbst tüchtig ausgebildet sind, um selbst die zwei Züge bilden zu können.“

1907: Schon 76 aktive Wehrmänner.

1932: 18.4. Beim Brand Franz Nemmer in Riesel ist erstmals die neue Motorspritze im Einsatz, die sich glänzend bewährt hatte.

21. Oktober 1935, ein bedeutender Tag, weil die Grundsteinlegung für ein neues Feuerwehrgerätehaus erfolgte und Brauereibesitzer Wolfgang Rösch das Grundstück stiftete. Das alte Gerätehaus neben dem Bahndamm ist ein Verkehrshindernis.

1949: Neuwahlen, Vorstand Karl Karl, 1. Kommandant Franz Seiderer, 2. Ferdinand Wieser junior. Ausbildung und Ausrüstung ist immer ein Gebot der Feuerwehr. So wurde eine neue Motorspritze TS 8 mit 800 l/min Leistung erworben. Der Kaufpreis betrug 4590.-DM - nach Bestellung am 17. Juni 1949 dauerte es bis zum 24. November 1949 bis die Spritze am Bahnhof in Blaibach endlich ankam.

3. Juni 1951: Die Feuerwehr Blaibach feiert ihr 80jähriges Gründungsfest

28.11. 1951, Einbau einer Alarmsirene. Schon am 4.12. 1951 in der Abendstunde heulte erstmals die Sirene auf. Es wurde als Sirenenprobe gewertet. Leider war dem nicht so. Beim Bauern Ferdinand Breu in Pulling brannte der Stadel. Alle Erntevorräte und Maschinen wurden ein Raub der Flammen.

Der 6. April 1952 war ein Tag von Bedeutung. Hat doch die Verbriefung des Grundstückes für den Bau eines neuen Feuerwehrgerätehauses stattgefunden. Gastwirt Josef Rösch hat es kostenlos der Feuerwehr zur Verfügung gestellt. Bereits 1952 erfolgte für die FFW Blaibach eine Motorisierung. Sie war neben Kötzting im weiteren Umkreis eine der ersten Wehren mit mobilem Untersatz. Mit viel Müh und Fleiß wurde das damals erworbene Militärfahrzeug in einen Mannschaftswagen umgebaut.

Das erste Fahrzeug der FF Blaibach

Der Mai 1957 war angetan von Freude und Stolz der FFW Blaibach. Es erfolgte die Übergabe der neuen Motorspritze TS 8 mit einer Minutenleistung von 1270 Liter durch Landrat Rudolf Nemmer und Kreisbrandinspektor Josef Barth. Am 23. September Großbrand in den Wirtschaftsgebäuden des Schloßgasthofes Rösch. Durch den Einsatz auch von Nachbarfeuerwehren konnte ein Übergreifen auf die Scheune vermieden werden.

29. Juni 1963, ein großer Tag der Feuerwehr Blaibach. Weihe und Übernahme des neuen Löschfahrzeuges LF 16 - TS durch Pfarrer Köstler in Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste. Nicht nur Mitglieder der Feuerwehr, sondern die gesamte Bevölkerung war von Freude erfüllt über dieses leistungsfähige Löschgerät.

Das alte LF16-TS der FF Blaibach

1965: Das Jahr nahm seinen üblichen Verlauf mit Übungen. Im Vordergrund aber stand das 100jährige Gründungsfest im Jahre 1966. Die Vorstands- und Ausschußmitglieder, besonders aber ein Festausschuß, waren im Jahresablauf mit vorbereitenden Arbeiten überlastet. Schließlich wollte man alles tun, daß dem Fest ein echter Erfolg beschieden wird, wie es der Stützpunktfeuerwehr gebührt. Die Stützpunktfeuerwehr ist es, warum Blaibach zu allen Einsätzen gerufen wird.

März 1967: Rudolf Raab wurde Kreisbrandmeister. Aus Altersgründen wurde dieser Posten von Karl Karl zur Verfügung gestellt. Das Landratsamt bestätigte die Ernennung.

20. 6. 1970: Neue TS 8 übergeben. 30. 6. Bekleidungsfabrik Ignaz Raab spendete wiederholt Uniformen.

1972: Verstärkte Alarmsirene im Auftrag. Anschaffung von Atemschutzgeräten.

20.10. 1974: Neubau des Gerätehauses genehmigt. Der Bau begann und die Feuerwehr verpflichtete sich zu einer Eigenleistung von 50000.-DM. Vor allem die Aktiven waren im Einsatz mit LKW´s, als Maurer und Handlanger. Die Firma Lang, Zandt, hatte den Auftrag. Die Freiwilligen waren so aktiv, daß schon am 22. November der Dachstuhl gesetzt wurde. Das Richtfest wurde gefeiert. 6. 8.

7. August 1977: Aktive rüsten zum Fest und bringen alles auf Hochglanz. Weihe und Übergabe des neues Gerätehauses. Ein für die ganze Gemeinde und besonders für die Feuerwehr geschichtlicher Tag. Ganz Blaibach war auf den Beinen, und auch die örtlichen Vereine waren vertreten. Die Spritzen der Feuerwehr, des Landratsamtes und anderer Dienststellen. Ansprachen der Ehrengäste. Mit an diesem Fest besonders dabei der Spielmannszug. Schlüsselübergabe und Ernennung zu Ehrenmitgliedern für Bürgermeister Oberberger und Kommandant Christl Otto für die erbrachten Leistungen. Anschließend Gartenfest. Die Arbeitsleistungen aller freiwilligen Helfer sind in der Chronik festgehalten.

Im Jahr 1980: Scheunenbrand in Kreuzbach:

Brand in Kreuzbach im Jahr 1980


Brand in Kreuzbach im Jahr 1980

17. 11. 1981: Die höchste Auszeichnung, die je ein Feuerwehrmann der Gemeinde Blaibach erhalten hat, überreicht im Regierungsgebäude in Regierungspräsident Krampol Kreisbrandmeister Rudolf Raab für 30 Jahre Einsatz als Führungskraft.

19.12. 1981: Generalversammlung mit Neuwahlen: 1. Vorstand Alfred Knobloch. Schriftführer Rupert Aschenbrenner, Kassier Josef Hackl, 1. Kommandant Rudi Raab junior, 2. Johann Seiderer. Wahl auch des Verwaltungsrates. Förderung der Jugend. Ankauf eines Schlauchbootes durch den Landkreis, weil die FFW Blaibach mehrmals am Blaibacher See half. Ehrenmitglieder wurden: Rudolf Raab sen., Gustav Penzenstadler, Norbert Bergbauer und Rupert Aschenbrenner.

27.11.1983: Gemeinde stimmte dem Ankauf eines neues Löschfahrzeuges zu. Der Verwaltungsrat stimmte dem Ankauf von Kleinausrüstungsgegenständen zu.
19. und 20. Mai.1984: Ganz Blaibach und alle Vereine waren auf den Beinen, als das neue Löschfahrzeug LF 16 - 1600 Liter - den kirchlichen Segen durch Pfarrer Augustin Sperl erhielt. Mit dabei waren die Führungskräfte der Wehren und hohe Ehrengäste.

Das LF16/16 der FF Blaibach

1992: Aus Eigenmitteln wird ein gebrauchtes Tragkraftspritzenfahrzeug, ein Ford Transit, gekauft, der bei der Blaibacher Wehr als Mehrzweckfahrzeug eingesetzt wird.

Der Ford Transit der FF Blaibach

1993: Beschaffung eines Be- und Entlüftungsgerätes für die Stützpunktwehr. Bei der Generalversammlung stellt Rudolf Raab jun., der 16 Jahre als 1. Kommandant die Geschicke der Blaibacher Wehr lenkte, seinen Posten zur Verfügung. Sein Nachfolger wird Johann Seiderer.

4. Februar 1998: Die Feuerwehr Blaibach geht als eine der ersten in der Inspektion mit einer eigenen Internetseite "online". Beschaffung eines Hochdrucklüfters.


1999: Die Freiwillige Feuerwehr Blaibach wird mit dem neuen Schutzanzug Bayern 2000 ausgestattet.

2000: Neuwahlen: 1.Kdt. Johann Seiderer, 2. Kdt. Stefan Zollner, 1. Vorstand Heinrich Krieger, 2. Vorstand Gustav Penzenstadler, Kassier Wolfgang Eckl, Schriftführer Alexander Ziereis. Am schon in die Jahre gekommenen Mehrzweckfahrzeug Ford Transit werden immer mehr Reparaturen fällig, und so wird im Jahr 2000 ein neues Fahrzeug angeschafft. Das Fahrzeug, ein VW LT35, wird von der Firma Furtner&Ammer in Landau nach genauen Zeichnungen des Kommandanten J. Seiderer ausgebaut, einige Details werden während dem Bau vor Ort noch geändert und verbessert. So wurde am 5. April das fertige Fahrzeug ausgeliefert. Das Fahrzeug überzeugte seitdem schon mehrere Nachbarwehren und diente für sie als Muster für deren neue Fahrzeuge sowie bei längeren und umfangreichen Einsätzen als unverzichtbares Einsatzleitfahrzeug.
Am 20. Mai 2000 erhielt das neue Mehrzweckfahrzeug den kirchlichen Segen.

Das MZF der FF Blaibach

August 2002: Ein noch nie da gewesenes Hochwasser hält die Blaibacher Wehr knapp eine Woche auf Trab. Zum Glück wird niemand verletzt, Sachschäden halten sich in Grenzen.

Das Hochwasser 2002   Das Hochwasser 2002

2002-2004: In den letzten Jahren wurde weiterhin neue Atemschutzgeräte, ein Gasmessgerät sowie 50 Meter Ölsperre plus 100m gebrauchte Ölsperre beschafft. Ein neues Schlauchboot sowie 4 Hitzeschutzanzüge erweiterten ebenfalls die Ausrüstung. Neben diversen Lehrgängen beteiligten sich 2004 auch 12 Mann der Blaibacher Wehr an einem Lehrgang für Gefährliche Stoffe und Güter in Verbindung mit der Ausbildung zum Chemieschutz-Träger.

Das Gerätehaus im Jahr 2004:

Das Gerätehaus im Jahr 2004

2005: Durch glückliche Umständen ersteigert die FFW Blaibach Anfang Februar ein gebrauchtes Fahrzeug, das 10 Jahre alt ist, 9000 Watt Licht sowie ein 12,5kVA Aggregat fest an- und eingebaut hat. Dieses wird in Eigenregie komplett überholt und neu lackiert.

Das Lichtmastfahrzeug beim Ankauf im Februar 2005  Das Lichtmastfahrzeug wird umgebaut

Am 15. Oktober 2005 findet die Fahrzeugweihe des neuen Lichtmastfahrzeuges anlässlich des Jahrtages statt.

Das Lichtmastfahrzeug wird eingeweiht




25. Oktober 2005: Großbrand im Ortskern von Blaibach

Brand im Ortskern von Blaibach

2006:Der Neubau des Gerätehauses beginnt. Über 3000 Stunden freiwillige Arbeit werden in den Monaten von April bis Dezember geleistet, der Rohbau ist fertig:

Der Rohbau ist fertig   Der Rohbau ist fertig

Neuwahlen: 1. Kommandant Thomas Raab, Bankkaufmann aus Blaibach, 2. Kdt. Johann jun. Seiderer, 3. Kdt. Johann sen. Seiderer, 1. Vorstand Heinrich Krieger, 2. Vorstand: Rudolf jun. Raab

2. und 3. August 2008: Der Gerätehausanbau wird eingeweiht

15. Juni 2009: Kommandant Thomas Raab wird zum Kreisbrandmeister ernannt

22. Oktober 2011: Die alte TS8/8 wird durch die neue PFPN 10-1500 ersetzt, die anlässlich des Jahrtages gesegnet wird

5. August 2012: Die neue Webseite geht anlässlich des Hallenfestes online

Montag, 18. Juni 2018

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