Brand einer Stallung in Zandt

Am Abend des 26. Juli 2006 gegen 18 Uhr zog ein starkes Gewitter über Zandt hinweg.

Der Eigentümer eines landwirtschaftlichen Betriebes bemerkte dabei einen sehr lauten Donner, wonach die Stromversorgung in seinem Wohnhaus ausfiel. Unmittelbar darauf wurde er von seinen Nachbarn auf eine starke Rauchentwicklung an seiner gemauerten Scheune hingewiesen und erkannte zusätzlich bereits offenes Feuer im Bereich nahe des Firstes.

Über die Polizeiinspektion Bad Kötzting wurde um 18.16 Uhr die Alarmierung für einen Großbrand ausgelöst und nur wenige Minuten später traf die Ortsfeuerwehr Zandt und in kurzer Abfolge die zahlreichen weiteren Feuerwehren am Brandobjekt an der Harrlingerstraße ein.

Zu diesem Zeitpunkt stand bereits die gesamte Dachkonstruktion im Vollbrand und so galt es primär die gefährdeten angrenzenden Gebäuden vor einem Brandübergriff zu schützen. Dies gestaltete sich aufgrund der Örtlichkeit als schwierig, da die betroffene Scheune an der Südseite unmittelbar an eine Garage und eine Nachbarscheune angebaut war, an der Westseite weitere eigene landwirtschaftliche Anbauten bestanden und das eigene nördlich anschließende Wohnhaus nur einen Abstand von ca. 7 m aufweist.

Als Vorteil für die gefährdeten Gebäude erwies sich die Tatsache, dass die Scheune fast umlaufend eine bis unter die Dacheindeckung führende, massive Außenwand aufwies. Dadurch und durch den gezielten Einsatz der ersten Löschmannschaften konnte eine Ausweitung des Brandes unterbunden und auf das eigentliche Scheunengebäude begrenzt werden.

Nachdem die beiden Drehleitern der Feuerwehren Bad Kötzting und Cham am Brandort eingetroffen waren, konnte auch ein effektiver Löscheinsatz am Brandobjekt von oben begonnen werden. Bereits eine halbe Stunde nach Alarmierung war der Dachstuhl im Wesentlichen abgelöscht.

Lediglich aus den Heuvorräten im Obergeschoss der Scheune stiegen noch kräftige Rauchschwaden auf. Die Kühe welche sich im erdgeschossigen Stall befanden wurden dort belassen, nach dem die Betondecke ausreichend mit Schalmaterial unterstützt war.

Die östliche Giebelwand zeigte einige erhebliche Risse weshalb in Abstimmung mit der nun ebenfalls vor Ort befindlichen Polizeistreife und dem Versicherer der Abbruch dieser Wand als notwendig erachtet wurde, da die Gefahr bestand, dass diese bei einem Einsturz auf die unmittelbar vorbeiführende Kreisstraße stürzen und dabei Personen gefährden würde. Dafür und auch um das immer wieder auflodernde Feuer in den Erntevorräten wirksam bekämpfen zu können, wurde mit Hilfe eines Mobilkranes die noch übrige hölzerne Dachkonstruktion durchtrennt, abgehoben und abgefahren.

Nachdem auch die östliche Giebelwand entfernt war, konnte nun an beiden Giebelseiten mit dem Aufladen und Abtransport des mit zahllosen Glutnestern versetzten Heu und Strohs begonnen werden. Da hier immer noch heftiger Brandrauch die Arbeiten behinderten, erledigten die Männer diese Arbeiten unter dem Einsatz von Preßluftatmern. Nur da eine sehr große Zahl an Atemschutzgeräteträgern zur Verfügung stand konnte diese überaus schweißtreibende Arbeit bei hohen Umgebungstemperaturen durchgeführt werden. Um hierfür genug Druckluftflaschen bereitstehend zu haben wurde der Gerätewagen "Atemschutz/Strahlenschutz" der Freiwilligen Feuerwehr Furth im Wald zusätzlich angefordert.
Die Einsatzleitung lag in den bewährten Händen von Ortskommandant Heinrich Baumgartner, der von KBI Michael Stahl, KBM Andreas Bergbauer und später auch noch KBR Johann Weber mit Rat und Tat unterstützt wurde.

Die ebenfalls sehr aufwändige Atemschutzüberwachung wurde mit dem EDV-Programm ARÜSTT von der FF Miltach sichergestellt.
Erst gegen 2 Uhr nachts rückten - bis auf die Ortsfeuerwehr Zandt als Brandwache - alle Feuerwehren vom Einsatzort ab.

 
(Bericht und Bilder dankeswerter Weise von der Webseite der Feuerwehrinspektion Bad Kötzting)