Brand einer Scheune in Zandt

Ein Scheunenbrand forderte in der Nacht vom 12. zum 13. Mai 2005 zahlreiche Feuerwehren aus Zandt und Umgebung.

Ein Gebäudetrakt des Anwesens von Alois Steinbauer stand in hellen Flammen und konnte erst durch einen umfangreichen Einsatz der Feuerwehren abgelöscht werden. Dem umsichtigen Handeln der eingesetzten Kräfte ist es zu verdanken, dass die angrenzenden Gebäude vom Brand fast unbehelligt blieben und sich dieser dadurch nur auf die Scheune samt eingebauter Stallung begrenzte.

Um 1.26 Uhr löste die Polizeiinspektion Kötzting Alarm für zahlreiche Feuerwehren aus. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand die Scheune mit einem Längen- und Breitenmaß von jeweils ca. 30 Meter schon in hellen Flammen. Aus den wasserführenden Fahrzeugen wurden deshalb umgehend erste Löschangriffe eingeleitet und das an das Brandobjekt angrenzende Wohnhaus sowie ein weiterer Gebäudetrakt abgeschirmt. In der Zwischenzeit bauten weitere Feuerwehren Löschwasserleitungen aus dem nahen Hydrantennetz sowie aus dem ca. 300 Meter unterhalb des Anwesen verlaufenden Riedbach auf. Parallel dazu verlief die Aufbauarbeit mit Hilfe des Schlauchwagens SW 2000-Tr aus Kötzting, mit dem von den Fischweihern in Höhe der Abzweigung nach Flammried eine weitere Druckleitung installiert und mit Tragkraftspritzen betrieben wurde.

An der Einsatzstelle waren die Feuerwehrdienstleistenden unter der Leitung von Ortskommandant Heinrich Baumgartner und Kreisbrandrat Johann Weber bemüht, die Stallung mit den darin untergebrachten ca. 25 bis 30 Stück Rinder vor den Flammen und insbesondere der Rauchentwicklung abzuschirmen. Mit Hilfe von Drucklüftern und dem Einsatz von zahlreichen Atemschutzgeräteträgern gelang dieses Unterfangen, so dass die Tiere in der Stallung fast unbehelligt vom Geschehen verbleiben konnten, wie Kreisbrandrat Johann Weber an der Einsatzstelle mitteilte.

Gegen 3.30 Uhr konnten die ersten Feuerwehren aus dem Einsatzgeschehen herausgelöst werden und an ihre Heimatstandorte zurückkehren. Bei der Brandwache wurde die Ortsfeuerwehr aus Zandt von weiteren Kräften unterstützt. In die Löscharbeiten mit eingebunden waren zudem die Feuerwehren aus Altrandsberg, Blaibach, Eismannsberg, Harrling, Lederdorn, Miltach, Oberndorf, Wolfersdorf, Kötzting und aus dem Inspektionsbereich Cham die Wehr aus Schachendorf.

Die Ermittlungen hinsichtlich Brandursache und Sachschaden übernahm vor Ort die Polizeiinspektion Kötzting, die im Laufe des Tages von den Kollegen der Brandfahndung unterstützt wurden.

Mit ein Raub der Flammen wurden neben der in Holzbauweise errichtetet Scheune auch die darin untergestellten Fahrzeuge, unter anderem ein Traktor sowie ein Mähdrescher.

Bericht & Bilder: KBM R. Richter, FF Kötzting