Als eine Bewohnerin eines Wohn- und Geschäftshaus in der Bahnhofstraße in Kötzting, am Mittag des 13. Juli 2004 nach Hause kam, bemerkte sie Rauch der aus den zwei Fenstern im Dachgeschoss austrat.
Sofort öffnete sie die fremdvermietete Wohnung im Dachgeschoss und stellte einen Brand in einem Wohnraum und der darüber liegenden Dachkonstruktion fest, worauf sie die Polizei anrief. Daraufhin wurden um 12.13 Uhr die Feuerwehren gemäß Alarmstufe 2 alarmiert.
Beim Eintreffen der ersten Kräfte stellte der stellvertretende Kommandant der FF Kötzting, Florian Heigl, bereits austretenden Brandrauch aus dem Dach fest und veranlasste die Nachalarmierung weiterer Feuerwehren nach Alarmstufe 3. Die Bewohner der Dachgeschosswohnung waren nach Befragung nicht anwesend und die weiteren Bewohner in den unteren Etagen wurden durch die Feuerwehr über den noch begehbaren Treppenraum ins Freie gebracht.
Inzwischen versuchten die ersten Atemschutzgeräteträger über den Treppenraum in das Dachgeschoss vorzudringen und die Brandbekämpfung aufzunehmen. Dabei wurde festgestellt, dass sich ein Zimmerbrand bereits in die Dachkonstruktion ausgebreitet hatte und einen Dachstuhlbrand über eine Grundfläche von ca. 30 m² zur Folge hatte.
Aufgrund dieser Tatsache wurde als zweite Drehleiter die DLK 23/12 der FF Furth im Wald angefordert. Die Löschwasserversorgung wurde von den nachrückenden Feuerwehren über zwei in der Nähe vorhandenen Hydranten von Seiten der Bahnhofstraße sichergestellt. Zusätzlich wurde eine weitere B-Leitung über einen Fußweg zur Nordseite des Gebäudes aufgebaut.
Durch den Einsatz von insgesamt 12 Atemschutzgeräte-Trupps konnte der Brand von Innen und über die beiden Drehleitern und nach Öffnung der Dacheindeckung auch von Außen innerhalb etwa einer Stunde gelöscht werden. Zwei Hochdrucklüfter an den beiden Gebäudezugängen sorgten dabei für eine Rauchabführung aus den Räumen um den Einsatzkräften die notwendige Sicht zu gewährleisten. Die Einsatzleitung, bestehend aus den beiden Kommandanten Georg Barth und Florian Heigl, wurde noch von KBI Michael Stahl unterstützt. Brandursache dürfte nach ersten Vermutungen ein technisches Gerät in einem Kinderzimmer im Dachgeschoss gewesen sein. Da der Brand einige Zeit unbemerkt blieb, konnte er sich über die Hohlräume einer Holzständerwand in die Dachkonstruktion ausbreiten.
Bericht & Bilder: Webteammitglieder des KBI-Bereiches Kötzting, Fabian Fischer und Matthias Roider