Silber für Blaibacher Atemschutzträger

Silber für Blaibacher Atemschutzträger

Am 22 und 23. März 2019 fand in Schierling (Landkreis Regensburg) an zwei Tagen die 14. Abnahme des Atemschutzleistungsbewerbes der Oberpfalz statt, unter den insgesamt 145 Atemschutztrupps war auch wieder unsere Wehr mit einem Trupp mit dabei.

Der Grundgedanke dieses Bewerbs ist es, dass die Atemschutzgeräteträger ihr beim Grundlehrgang erworbenes Wissen, vertiefen und auffrischen. Sichere und fehlerfreie Arbeit kann im Ernstfall das Leben dieser Einsatzkräfte retten. An insgesamt fünf Prüfungsbereichen standen Schiedsrichter aus allen Ecken der Oberpfalz bereit, um für einen reibungslosen Ablauf zu Sorgen. Bei der ersten Station mussten sich die Atemschutzgerätträger in einer vorgegebenen Zeit mit ihrem Gerät ausrüsten. Atemschutzmaske, Flammschutzhaube, Pressluftatmer, Rettungsmaske, Rettungsleine, Handscheinwerfer, Funkgerät und Feuerwehraxt mussten zum Ende hin richtig angezogen beziehungsweise vom Atemschutzträger aufgenommen worden sein. Hierbei achteten die Schiedsrichter vor allem auf die sichere Handhabung der Ausrüstung und auf die Funktionsprüfung des Atemschutzgerätes. Aus einer Einsatzübung bestand die Station 2 und 3. Zunächst musste man eine Personenrettung aus dem ersten Obergeschoß durchführen, in dem ein Kohlenstoffdioxid-Austritt stattgefunden hat. Die vermisste Person musste gefunden und mit Hilfe des Bergetuchs ins Freie gebracht werden. Nach der Bergung galt es noch, die verunglückte Person in die stabile Seitenlage zu bringen. Zudem mussten die Atemschutzträger das taktische Vorgehen im Keller den Schiedsrichtern aufzeigen. Bei der dritten Station musste man einen Innenangriff durchführen. Die Schiedsrichter achteten bei den Teilnehmern darauf, dass sie die Gefahr eines Flash-Overs, sprich einer Rauchgasdurchzündung, erkennen und sich entsprechend davor schützen. Mit einer ausreichenden Schlauchreserve mussten sich die Atemschutzträger dann im Treppenhaus des Schlauchturms bis zum zweiten Stockwerk vorkämpfen. Als letzte praktische Prüfung musste man bei Station 4 die verwendeten Atemschutzgeräte wieder einsatzbereit machen. Nach dem Flaschenwechsel mussten die wichtigsten Aufgaben und Funktionsweise der Geräte erklärt werden.  Station 5 bestand aus einer theoretischen Prüfung, wobei jeder Atemschutzträger einen Fragebogen mit 20 Fragen ausfüllen musste. Nur wenn alle fünf Stationen erfolgreich absolviert wurden, erhielten die Teilnehmer am Ende auch eine Urkunde und die Teilnahmespange in der entsprechenden Farbe. Am ersten Tag des Bewerbs waren bereits die beiden Blaibacher an der Reihe. Der Atemschutztrupp Blaibach I, bestehend aus Sebastian Wiesmeier (Truppführer) und unserem 2. Kommandanten Johannes Graßl (Truppmann) erhielt die Teilnahmespange in Silber (Stufe 2) sowie eine Urkunde. In zwei Jahren können die beiden dann nochmals antreten und die höchste Stufe (Gold) erwerben. Kommandant Thomas Raab dankte den Teilnehmern für deren geopferte Zeit zur Vorbereitung und zur Teilnahme am Bewerb, auch galt sein Dank Matthias Knobloch, der den Trupp für die Abnahme vorbereitet hat.


Sebastian Wiesmeier (li.) und Johannes Graßl legten mit Erfolg die zweite Stufe des Atemschutzbewerbs ab