Am vergangenen Montag, 30. April 2018, wurde die Blaibacher Feuerwehr zum Glück nicht zu einem echten Einsatz gerufen, denn die Einsatzfahrzeuge rückten zu einer Übung beim Kinderhaus „Sonnenschein“ aus.
Angenommen wurde ein Brand in den Räumlichkeiten des Kindergartens, eine Person galt als vermisst. Bei Eintreffen unserer Feuerwehrfrauen und Männer hatte das Kindergartenpersonal bereits begonnen, alle Kinder aus dem Gebäude zu evakuieren und versammelten sich im Garten des Kinderhauses.
Eine Erzieherin wurde den Einsatzkräften beim Eintreffen als vermisst gemeldet. Diese begannen sogleich, mit zwei Trupps, unter schwerem Atemschutz mit der Personenrettung, zeitgleich wurde eine Wasserversorgung und ein Löschangriff aufgebaut.
Um es für die Kinder realistischer zu gestalten, wurde eine Nebelmaschine eingesetzt, um Rauch aus dem Gebäude zu simulieren. Mit einem Überdrucklüfter wurde das Gebäude „entraucht“.
Nach wenigen Minuten war die vermisste Person gefunden und im Freien von den Rettungskräften betreut.
Kommandant Thomas Raab, der zugleich als Einsatzleiter fungierte, zeigte sich sehr erfreut über den guten Übungsverlauf, auch die vorangehende Evakuierung der betroffenen Räumlichkeiten durch das Kinderhauspersonal klappte vorbildlich. Nachdem er die Übung für beendet erklärt hatte, erklärte Zugführer Johannes Graßl den Kindern noch einige Dinge zur Feuerwehr, vor allem sollte den Kindern dadurch die Scheu vor einem Feuerwehrmann mit Atemschutzmaske und Flaschen auf dem Rücken genommen werden.
Die Feuerwehrleute nutzten abschließend die Gelegenheit, auch gleich das Gebäude und vor allem die neu erweiterten Räume der Kinderkrippe zu besichtigen, um im hoffentlich nie stattfindenden Ernstfall gut vorbereitet zu sein. Kinderhaus-Leiterin Marion Jaretzke dankte den Einsatzkräften für die realistische Übung. Auch für das Personal war diese Übung sehr gewinnbringend, erklärte sie abschließend. Bevor die Feuerwehr wieder einrückte, gab es von Kommandant Raab noch Feuerwehrauto-Bausätze für die Kinder.