Am Wochenende vom 11. bis 13. März 2016 fand bei der Feuerwehr Neumarkt die elfte Abnahme des Atemschutzleistungsbewerbs der Feuerwehren in der Oberpfalz statt.
Aus 166 Atemschutztrupps beteiligte sich auch die Feuerwehr Blaibach mit zwei Atemschutztrupps am Bewerb. Aufgrund der großen Teilnehmerzahl wurde der Wettbewerb bereits am Freitagabend, 11. März, von Wettbewerbsleiter Karl Diepold von der Feuerwehr Amberg eröffnet. Karl Diepold war es auch, der diesen Leistungstest im Jahr 2006 ins Leben gerufen hat. Sinn und Zweck: Die Atemschutz-Geräteträger sollen ihr Wissen, das ihnen in einem speziellen Lehrgang vermittelt wurde, vertiefen bzw. auffrischen. Denn das kann letztendlich im Ernstfall ihr Leben retten. An den 5 Prüfungsbereichen standen 30 Schiedsrichter aus allen Ecken der Oberpfalz bereit, um für eine reibungslosen Ablauf zu Sorgen. Bei der ersten Station mussten sich die Atemschutzgerätträger in einer vorgegebenen Zeit mit ihrem Gerät ausrüsten. Atemschutzmaske, Flammschutzhaube, Pressluftatmer, Rettungsmaske, Rettungsleine, Handscheinwerfer, Funkgerät und Feuerwehraxt mussten zum Ende hin richtig angezogen bzw. vom Atemschutzträger aufgenommen worden sein. Hierbei achteten die Schiedsrichter vor allem auf die sichere Handhabung der Ausrüstung und auf die Funktionsprüfung des Atemschutzgerätes. Aus einer Einsatzübung bestand die Station 2 und 3. Zunächst musste man eine Personenrettung aus einem Keller bzw. Obergeschoss durchführen, in dem ein Kohlenstoffdioxid-Austritt stattgefunden hat. Die vermisste Person musste gefunden und mit Hilfe des Bergetuchs ins Freie gebracht werden.
Nach der Bergung musste die verunglückte Person in die stabile Seitenlage gebracht werden und die Atemschutzträger hatten das taktische vorgehen den Schiedsrichtern aufzeigen. Bei der dritten Station musste man einen Innenangriff durchführen. Die Schiedsrichter achteten bei den Teilnehmern darauf, dass sie die Gefahr eines Flash-Overs, sprich einer Rauchgasdurchzündung, erkennen und sich entsprechend davor schützen.
Mit einer ausreichenden Schlauchreserve mussten sich die Atemschutzträger dann im Treppenhaus des Schlauchturms bis zum 2. Stockwerk vorkämpfen. Als letzte praktische Prüfung musste man bei Station 4 die verwendeten Atemschutzgeräte wieder einsatzbereit machen. Nach dem Flaschenwechsel mussten die wichtigsten Aufgaben und Funktionsweise der Geräte erklärt werden. Station 5 bestand aus einer theoretischen Prüfung, wobei jeder Atemschutzträger einen Fragebogen ausfüllen musste. Nur wenn alle fünf Stationen erfolgreich absolviert wurden, erhielten die Teilnehmer am Ende auch eine Urkunde und die Teilnahmespange in der entsprechenden Farbe. Die Übergabe erfolgte zeitliche versetzt durch den Bezirksverbandsvorsitzenden KBR Johann Weber und Wettbewerbsleiter Karl Diepold, nachdem die jeweiligen Trupps im Hof der Feuerwache angetreten waren. Die Atemschutztrupps Blaibach I (Engl Michael und Amberger Christian) und Blaibach II (Knobloch Matthias und Nemmer Andreas) durften somit eine Urkunde und ein Abzeichen entgegen nehmen.