FF Blaibach nimmt an Kontingentübung "Helfende Hände - Janovice 2012" teil

FF Blaibach nimmt an Kontingentübung "Helfende Hände - Janovice 2012" teil

Am Samstag, den 1. September 2012 machten sich zahlreiche Hilfskräfte von Feuerwehr, THW, BRK, Bergwacht, DLRG sowie weiteren Organisationen auf ins Nachbarland Tschechien, wo gemeinsam mit den tscheschichen Feuerwehrkameraden eine ganztägige Großübung abgehalten wurde.

Unter dem Motto "Helfende Hände" wurde eine sogenannte Kontingentübung abgehalten - im Katastrophenfalle würden Kontingente auch aus Bayern, in diesem Fall aus unserem Bereich, zur Unterstützung zur Verfügung stehen. Auch die FF Blaibach ist mit ihrem LF 16/16 sowie dem Lichtmastfahrzeug in solch einem Kontingent mit eingebunden, bei dieser Übung war jedoch nur das LF16 mit unterwegs.

Schon am frühen Morgen gegen 6.15 Uhr erfolgte die Abfahrt in Blaibach zum Treffpunkt in Lam, von wo die sechs teilnehmenden Züge in Kolonnen zeitversetzt losfuhren.

Nachdem alle teilnehmenden Feuerwehren und andere Rettungsdienste aus unserer Region sowie Tschechien auf dem ehemaligen Kasernengelände eingetroffen waren, begrüßte KBI Stahl alle anwesenden und sprach einige einleitende Worte. Ihm folgen kurze Grußworte von den Bürgermeistern Josef Schmid aus Arrach sowie Michal Linhart aus Janovice sowie KBR Johann Weber und dem tschechischen Parlamentsabgeordneten Jan Latka.

Kurz darauf begannen dann die sechs Züge zu ihren Übungsabschnitten zu fahren. Es wurden im Wechsel drei Züge zu zwei Bränden in Wohnhäusern verteilt sowie als dritte Station der mobile "Firetrainer". Die restlichen drei Züge, je Zug ergänzt durch ein Fahrzeug aus Tschechien, wurden gemeinsam auf die vierte Teilübung, eine große Massenkarambolage mit unzähligen "Verletzten" auf den nahegelegenen Übungsplatz beordert.

Beim ersten Brandeinsatz galt es, verletzte Kinder aus einem Gebäude zu retten, in dem es bei einem Kindergeburtstag zu einer Verpuffung kam.
Über das Treppenhaus wurde der Innenangriff in das stark verrauchte Gebäude vorgenommen, auch über tragbare Leitern erfolgte hier die Personenrettung. Weiterhin wurden Löschmaßnahmen vorbereitet und Hochdrucklüfter eingesetzt.

Bei der zweiten Brandübung, einer angenommenen Gasexplosion in einer Wäscherei, war ebenfalls Personenrettung in einem stark verrauchten Gebäude nötig, weiterhin galt es, elektrische Anlagen abzuschalten und den Brandschutz sicherzustellen, Hochdrucklüfter und Wärmebildkameras waren auch hier im Einsatz.

Die dritte Station war der mobile "Firetrainer", wo ein Gasleck sowie ein PKW-Brand simuliert wurden.

Es folgte die Mittagspause, in der es reichlich Steaks und Getränke gab, eine Versorgungstruppe aus dem Reihen der Feuerwehr "bekochte" hier die gesamten Teilnehmer. Nach der Stärkung erfolgte der Wechsel der 6 Züge und die große THL-Übung "Massenkarambolage" wurde ebenfalls erneut beübt.

Mehrere Fahrzeuge waren ineinander gefahren, weitere ebenso am Unfall beteiligt, zwei PKWs brannten beim Eintreffen der Rettungskräfte. Viele Verletzte galt es aus den Fahrzeugen, teils mit hydraulischem Rettungsgerät, zu befreien, zu versorgen und weiter zu betreuen.

Abschließend gab es noch Kaffee und Kuchen, ebenfalls vom Versorgungsteam der Inspektion und nach der Abschlussbesprechung traten die Hilfskräfte ab 17 Uhr etwa die Heimreise an.

Die Übungsleitung oblag ganztägig KBM Thomas Raab, der von Kameraden der UG-ÖEL Arrach unterstützt wurde. Weiterhin sei zu erwähnen, das die vier Übungsabschnitte mit der Übungsleitung über Digitalfunk-Geräte kommuniziert hatten. Die Erkenntnisse daraus bezüglich Zuverlässigkeit und Bedienung waren jedoch gemischt - hier besteht vor Einführung wohl noch einiges an Nachbesserungsbedarf.

Für alle Teilnehmer war es jedoch eine sehr positive Erfahrung, teilweise so realitätsnah üben zu können, an verschiedenen Szenarien und auch mit Kameraden aus dem Nachbarland Tschechien.

Hier kann ein Video der tschechischen Kameraden zur THL-Übung eingesehen werden.

Wir danken der FF Engelshütt sowie dem THW OV Cham für die Überlassung der Bilder!