Die Freiwillige Feuerwehr Blaibach mit Ihren Nachbarfeuerwehren Miltach, Bärndorf, Lederdorn, Kötzting und Arrach sowie die Mitglieder der DLRG Blaibach und des Bayerischen Roten Kreuzes aus Cham und Kötzting standen beim internationalen Fachsymposium für Notfallmedizin "Rescu 2004" am 5. März im 2004 Konferenzsaal des Amberger ACC im Mittelpunkt.
Die Einsatzkräfte der aufgezählten Hilfsorganisationen erhielten den ausgeschriebenen Preis für einen mustergültigen Rettungseinsatz, der mit einem Pokal und einem Preisgeld von 1.500 EUR von Fachmedizinern aus dem In- und Ausland gewürdigt wurde.
Hintergrund der Auszeichnung war ein schwerer Badeunfall, der sich am 24. Mai des vergangenen Jahres im Regen bei Blaibach ereignete. Ein junger Mann geriet dabei mit seinem Fuß zwischen zwei Felsbrocken im Wasser und konnte sich aus eigener Kraft nicht mehr befreien. Den Einsatzkräften der DLRG Blaibach - welche als erstes an die Einsatzstelle kamen - gelang es, die Person soweit zu sichern, dass der Kopf über Wasser gehalten werden konnte. Sämtliche Befreiungsversuche schlugen jedoch fehl. Deshalb wurden gemäß Alarmplan die oben genannten Feuerwehren an die Einsatzstelle beordert. Was nun folgte war eine in der Region bisher einzigartige Rettungsaktion, um den jungen Mann aus seiner misslichen Lage zu befreien. Besonders erschwert wurden die Rettungsmaßnahmen durch die extrem starke Strömung die in diesem Teil des Flusses Regen herrschte. Nur unter zu Hilfenahme von schwerem technischen Gerät konnte die Person nach ca. zwei Stunden mit einer schweren Unterkühlung aus den Fluten gerettet werden.
Das Fachsymposium "Rescu", eine Veranstaltung des Rettungszentrum Regensburg (RZR) in Zusammenarbeit mit der Akademie für ärztliche Fortbildung der bayerischen Ärztekammer stand mit mehreren Vorträgen und Diskussionsrunden im Blickfeld der Einsatzkräfte von Rettungsdiensten, Notärzten und der Versorgung von Betroffenen. Die Vergabe des von der Sendeanstalt Charivari gestifteten "Rescu-Preises" war Inhalt des ersten Kongresstages.
Dazu waren die beteiligten Einsatzkräfte, unter Ihnen Kreisbrandrat Johann Weber und Kreisbrandinspektor Michael Stahl sowie der Bürgermeister von Blaibach, Ludwig Baumgartner eingeladen.
Bevor die Mitglieder der Rettungsorganisationen den Preis überreicht bekamen, wurde der Einsatz mit Schaubildern an der Großleinwand des Konferenzsaales minutiös geschildert. Besonders ging der Referent, RZR-Präsident Prof. Dr. Michael Nerlich von der Uniklinik Regensburg, dabei auf die äußerst schwierige Ausgangslage der Rettung sowie die hervorragende Zusammenarbeit der verschiedenen Hilfsorganisationen ein. Im Beisein vom Staatssekretär des Bayerischen Innenministeriums, Herrn MDL Georg Schmid, konnte stellvertretend für alle beteiligten Helfer Kreisbrandrat Johann Weber den Preis aus den Händen von Charivari-Chef Harry Landauer entgegennehmen.
Nach der Preisverleihung bedankte sich der damals Eingeklemmte, Wolfgang Graßl, der ebenfalls mit nach Amberg gereist war, bei seinen Rettungskräften. Ebenfalls bedankte sich Kreisbrandrat Johann Weber bei allen damals beteiligten Rettungskräften sowie bei den Kameraden der Feuerwehr Blaibach, die in Zusammenarbeit mit der DLRG Blaibach und dem Rettungsdienst die Bewerbung für den Rescu-Preis 2004 vorgenommen haben.
Bericht: Th. Raab, FF Blaibach Bilder: A. Ziereis, FF Blaibach