Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich am späten Nachmittag des 6. September 2009 auf der Kreisstraße CHA 10 zwischen Bärndorf und Blaibach, Abzweigung Neukolmberg.
Der Fahrer eines Opel Astra war mit seinem Fahrzeug ins Schleudern geraten und stieß frontal mit einem entgegenkommenden Audi A4 zusammen.
Um 17:28 Uhr alarmierte die Leitstelle Regensburg gemäß dem Stichwort „VU mit eingeklemmter Person“ die Feuerwehren aus Bärndorf, Blaibach, Lederdorn, Bad Kötzting und Miltach sowie etliche Rettungswägen und Notärzte, Polizei, KBR Weber, KBI Stahl und KBM Bergbauer.
Beim Eintreffen an der Unfallstelle bot sich den Rettungskräften folgendes Bild: Der Audi A4 lag quer im Graben und war vorne total deformiert; der Opel Astra lag in der Mitte der Straße und war ebenfalls vorne und an der rechten Seite immens beschädigt, überall Scherben der gebrochenen Autoscheiben und auslaufende Betriebsstoffe.
Glücklicherweise konnte sich der Audi-Fahrer schon selbst aus seinem Auto befreien. Er wurde von Ersthelfern bereits betreut, ehe ihn der Rettungsdienst in Empfang nehmen und ins Krankenhaus einliefern konnte.
Viel schwerer hatte es den Unfallverursacher erwischt. Er war in seinem Auto, das man nur noch ein Wrack nennen kann, eingeklemmt. Er wurde aufgrund des Zusammenstoßes auf die Beifahrerseite geschleudert. Hierbei sei erwähnenswert, dass das Fahrzeug mit sogenannten Schalensitzen ausgestattet war, für die auch Vierpunkt- bzw. sogenannte Hosenträgergurte erforderlich wären. Da jedoch nur der normale Dreipunktgurt vorhanden war, wurde der Fahrer vermutlich durch die Wucht des Aufpralls und nicht zuletzt durch die Form des Schalensitzes auf die Beifahrerseite geschleudert.
Bevor der Schwerverletzte jedoch von der Feuerwehr mittels Rettungsschere und -spreizer befreit werden konnte, musste er durch die Notärzte und Rettungsdienstangehörigen medizinisch versorgt werden. Mit dem angeforderten Rettungshubschrauber wurde der Patient dann ins Uniklinikum Regensburg geflogen. Nach Auskunft des Rettungsdienstes schwebt er in Lebensgefahr.
Zur Klärung der Unfallursache wurde ein Gutachter an die Unfallstelle beordert. Nach ersten Erkenntnissen kam der Unfallverursacher bei einem Überholmanöver in Höhe der Abzweigung Richtung Neukolmberg ins Schleudern und geriet auf die Gegenfahrbahn, wo er mit dem Audi-Fahrer frontal zusammen stieß. Die Abzweigung befindet sich auf einer leichten Kuppe.
Auch die Notfallseelsorge wurde angefordert, um den Angehörigen des jungen Opelfahrers in diesen schweren Stunden Beistand zu leisten.
Die Feuerwehren Bärndorf, Blaibach und Lederdorn säuberten schließlich noch die Unfallstelle von den unzähligen Scherben, Wrackteilen und Betriebsstoffen, bevor gegen 21:30 Uhr die Unfallstelle verlassen werden konnte.
Die Einsatzleitung lag in den Händen von Kreisbrandrat Hans Weber, unterstützt durch KBI Stahl, KBM Bergbauer und die Kommandanten.
Es sei noch erwähnt, dass sich der Sachschaden auf etwa 30.000 Euro beläuft.
Bericht und Bilder: Stefan Höpfl FF Blaibach und Fabian Fischer, WebTeam der Inspektion Bad Kötzting