Ein schweres Gewitter und sintflutartiger Regen entlud sich am 27. Juni 2009, nachmittags gegen 14 Uhr, über die Orte Zandt und Miltach, sowie die umliegenden Ortsteile. Binnen weniger Minuten ergossen sich große Wassermassen, die Böschungen zum Abrutschen brachten und die von den Abflüssen und der örtlichen Kanalisation nicht mehr aufgenommen werden konnten.
Neben der Durchführung von Verkehrsabsicherungsmaßnahmen waren die Einsatzkräfte damit beschäftigt Sandsackwälle vor gefährdeten Anwesen aufzubauen und bereits überschwemmte Kellerräume mit den erforderlichen technischen Gerätschaften leer zu pumpen.
Die Kreisstraße CHA 2 musste mehrere Stunden wegen eines Erdrutsches bei Zandt, die Staatsstraße 2140 wegen Überflutung bei Untervierau gesperrt werden.
Mehrere Zentimeter hoch stand das Wasser in einigen Gebäuden im Ortskern von Miltach und in der Ringstraße. Auch in Oberndorf und im Ortsteil Blumental waren die Feuerwehren im Einsatz um Schaden abzuwenden und zu helfen. Die FF Blaibach wurde hierzu gegen 15.30 Uhr alarmiert, um in der Herrnprunnstraße und in der Kapellensiedlung die FF Miltach zu unterstützen.
Die Einsatzleitung vor Ort lag in den Händen von KBM Andreas Bergbauer, der in engen Kontakt mit der Kreiseinsatzzentrale in Cham stand. Diese wurde gegen 15.30 Uhr besetzt, da auch im Bereich der Ortschaften Schachendorf und Oberhaid (Stadtbereich Cham) zahlreiche Einsatzstellen gemeldet wurden.
Alle Feuerwehren aus dem KBM Bereich Miltach waren zahlreiche Stunden im Einsatz um die Häuser und Straßen vom Wasser und Schmutz dieses Unwetters zu befreien.
Anwohner und Feuerwehrmänner griffen tatkräftig zu Schaufeln und Traktoren um Straßen und Wege wieder befahrbar zu machen. Auch Bürgermeister Johann Aumeier war vor Ort, um sich ein Bild zu machen. Erst am späten Samstagabend konnten die Feuerwehren wieder ihre Gerätehäuser einrücken.
(Bericht und Bilder von WebTeammitglied Florian Raab, sowie Christian Röhrl, FF Miltach)