FF Blaibach beim Papstbesuch in Regensburg

Der Besuch des Papstes am 12. September 2006 in Regensburg war ein Weltereignis, das mit sehr hohem logistischem Aufwand verbunden war.

Aus den Reihen der Feuerwehren des Lkr. Cham meldeten sich 530 Aktive, um freiwillig mitzuhelfen, dass auf dem Islinger Feld, auf den Zufahrts-/Zugangswegen und auch auf den Bahnhöfen alles reibungslos abgelaufen ist. Am Abend des 11. September brachen wir mit dem LimF und dem MZF, besetzt mit 12 Mann, nach Burgweinting zu unserem Einsatzort auf. Zwei Mann waren am Nachmittag schon voraus gefahren, da sie direkt am Islinger Feld eingteilt waren.  Dort waren wir zusammen mit den LF 16 der FF Hohenwarth und der FF Lam am Güterbahnhof stationiert, an dem im Laufe der Nacht Tausende Pilger ankommen sollten. Unsere Aufgabe war es, die provisorisch angelegten Wege auszuleuchten, die Pilgerströme zu lenken, und auch den Brandschutz für die Stadt Burgweinting sicherzustellen, da die Stadtfeuerwehr anderweitig stationiert war.

Da ab dem Morgen keine Personenzüge mehr ankamen, ergab sich für den Großteil von uns die Möglichkeit, die Papst-Messe zu besuchen; ein LF 16 mit Besatzung blieb auf Bereitschaft zurück.Mit unserem Helferausweis war es für uns zudem leicht, Plätze in den vorderen Blöcken des Islinger Feldes einzunehmen und den Gottesdienst zu verfolgen. Bevor der heilige Vater die Messe begann, fuhr er zunächst eine Runde mit dem Papamobil durch die rund 220-250 Tausend Gottesdienstbesucher und winkte ihnen zu.Zu diesem Zeitpunkt befanden wir uns direkt neben der Strecke, die der Papst befuhr, und somit konnten wir ihm aus nächster Nähe zujubeln und ihn bestaunen. Das war für uns alle ein besonderes und warscheinlich einmaliges Erlebnis.

Ganz konnten wir die Messe jedoch nicht verfolgen, da wir wieder an unserem Einsatzort zurück sein mussten ehe die Menschenmassen anrückten, um ihre Heimreise anzutreten.Da nur etwa jede Stunde ein Zug aus Burgweinting abfuhr, war das für die Reisenden mit viel warten in der prallen Sonne verbunden, was dazu führte, dass reihenweise Kreislaufzusammenbrüche zu verzeichnen waren. In Zusammenarbeit mit dem Malteser-Hilfsdienst verteilten wir somit Wasserflaschen an die Wartenden.

Gegen 17 Uhr waren die letzten Pilger abgereist deshalb konnten auch wir unsere Heimfahrt antreten.
Ganz sicher spreche ich im Namen aller Beteiligten, wenn ich sage, wir sind stolz bei so einem Groß- und Weltereignis dabei gewesen zu sein und mitgeholfen zu haben, dass alles geordnet abgelaufen ist.

(Bericht und Bilder von Stefan Höpfl, FF Blaibach)