Auf drei Jahre zurückgeblickt – Andreas Müller ist neuer Kassier

Auf drei Jahre zurückgeblickt – Andreas Müller ist neuer Kassier

Am Freitag, 20. Januar 2023 hielt die Feuerwehr Blaibach Rückblick auf die letzten drei Jahre, dabei trotzte man Corona und erreichte Meilensteine.

Über 50 Anwesende nahmen an der Jahreshauptversammlung der FF Blaibach teil, darunter Bürgermeisterin, Feuerwehr-Führungskräfte und eine Abordnung der FF Bärndorf, die der Vorsitzende der Wehr, Heinrich Krieger, allesamt willkommen hieß. Schriftführer Alexander Ziereis bat zu Beginn seines Rückblicks die Versammlung um eine Gedenkminute für die verstorbenen Mitglieder. Die folgende Rückschau war pandemiebedingt zwar für drei Jahre relativ kurz, doch konnte der Schriftführer dennoch Vieles in Erinnerung rufen. So den Faschingsball 2020 mit über 430 Besuchern, den 90. Geburtstag von Altbürgermeister Karl Trenner aber auch gemeinsame Jahrtage. Das Jahr 2021 sei vor allem von zwei traurigen Nachrichten geprägt gewesen - dem Tod von Altbürgermeister Karl Trenner und dem Tod von Bürgermeister Wolfgang Eckl, dem langjährigen Kassier der Wehr. Doch gab es auch erfreuliche Ereignisse, so beispielsweise eine Hochzeit im Jahr 2021 und gleich drei im Jahr 2022, bei denen man ein Ehrenspalier bilden durfte. Auch einige wenige Festbesuche und Ehrungen für verdiente Kameraden konnten stattfinden, so Ziereis. Im vergangenen Jahr konnte man wieder das Hallenfest abhalten und auch beim Weihnachtsmarkt freute man sich über viele Besucher am Versorgungswagen.
Der anschließende Kassenbericht von Thomas Raab, der seit dem Tod von Kassier Wolfgang Eckl kommissarisch dieses Amt übernommen hatte, resümierte eine „gutes finanzielles Polster“. Für die Kassenprüfer bescheinigte Josef Hackl eine einwandfreie Kassenführung, zudem dankte er gemeinsam mit dem Vorsitzenden Krieger für die Übernahme der Kassengeschäfte. Nach der Entlastung der Vorstandschaft ergriff Thomas Raab erneut das Wort, nun in seiner Funktion als Kommandant.

So könne die Blaibacher Wehr derzeit auf 57 Aktive, darunter 3 Frauen, zurückgreifen. Erfreulich sei die seit Jahren sehr stabile Mitgliederzahl sowie der hohe Anteil an jungen Einsatzkräften, so Raab. Dank sprach er allen aus, die an teils umfangreichen Lehrgängen teilgenommen haben. Im Jahr 2020 musste man zu 30, ein Jahr später zu 40 und im Jahr 2022 zu 45 Einsätzen ausrücken, so der Kommandant. Dabei habe man insgesamt 2426 Helferstunden geleistet. Trotz Corona konnte man dank einer guten Strategie den Übungsbetrieb ohne Ausfälle aufrechterhalten, sodass im Berichtszeitraum insgesamt 3857 Stunden investiert worden seien. Der Vizekommandant Johannes Graßl übernahm den zweiten Teil des Rückblicks und erinnerte dabei an Meilensteine und besondere Einsätze. Hier hob er vor allem die Ankunft des neuen Löschgruppenfahrzeugs LF20/30 im September 2020 heraus, zudem konnte man im selben Jahr noch neue Schutzanzüge, Helme sowie ein Jahr später neue Handschuhe beschaffen, wofür er Bürgermeisterin Monika Bergmann einen besonderen Dank aussprach. Respekt sprach er der Mannschaft aus, die teilweise bis zu 20 Übungen innerhalb drei Wochen absolviert hatten, um fit am neuen Einsatzfahrzeug zu werden. Ein weiterer besonderer Tag war die Übergabe der Einsatzdrohne des Landkreises an die FF Blaibach im August 2022, die bereits bei mehreren teils größeren Einsätzen im Einsatz war. Kinderfeuerwehrbeauftrage Elisabeth Ziereis berichtete über die Aktivitäten der letzten drei Jahre. Obwohl man erst im Jahr 2019 die Kinderfeuerwehr ins Leben gerufen habe, könne man zum 31.12. 2022 mit Stolz auf 36 Mitglieder blicken, 11 davon weiblich. Auch während dem Lockdown sei man auf verschiedene Weise mit den Kindern in Kontakt geblieben. Die Kinderfeuerwehrbeauftragte berichtete über zahlreiche Aktionen, die Highlights waren jedoch der Besuch einer Drehleiter und des Rettungszentrums in Furth i. Wald sowie die Teilnahme an der Kinderfeuerwehrolympiade im Jahr 2022. Seit Januar 2020 trafen sich die Kinder bei 18 Präsenzterminen bei denen im Durchschnitt 25 Kinder anwesend waren. Alleine im Jahr 2022 waren die Kinder 614 Stunden anwesend, dazu kommen weitere 208 Stunden der vielen Helfer und Betreuer. Abschließend durfte Elisabeth Ziereis sechs Mitglieder mit einem Erinnerungsgeschenk an die Jugendfeuerwehr übergeben. Jugendwart Christian Amberger hob seitens der zum Jahreswechsel sechs Mitglieder umfassenden Jugendfeuerwehr die verschiedenen Aktionen der letzten Jahre hervor, darunter besonders die Jugendübung auf KBM-Ebene, die man im Oktober 2022 ausrichten durfte. Mehrere Teilnehmer konnten den Wissenstest absolvieren und auch an Übungen der aktiven Mannschaft nehme man fleißig teil. Neben der feuerwehrtechnischen Ausbildung beteiligten sich die Jugendlichen auch an gesellschaftlichen Aktivitäten. Für das kommende Jahr plane man unter anderem die Abnahme der Jugendflamme, sein Wunsch wäre eine neue Schutzkleidung für die Jugendlichen. Anschließend erfolgte die offizielle Aufnahme der Mitglieder aus der Kinderfeuerwehr in die Jugendfeuerwehr.

Dabei wurden Jonathan Graßl, Paul Fischl, Johannes Kernbichl, Tobias Reimer und Bastian Seemann traditionell per Handschlag aufgenommen. Verhindert war Jakob Christl und weiterhin aufgenommen wurden Leonhard Fischer und Jonas Jahn.

Die anschließende Neuwahl des ersten Kassiers, geleitet von Bürgermeisterin Monika Bergmann, fiel klar mit 50:1 Stimmen auf Andreas Müller. Bergmann lobte bei ihrem anschließenden Grußwort die sehr aktive Wehr, die auch einen großen Beitrag zur Dorfgemeinschaft leiste. Sie war kürzlich erst bei einer Leistungsprüfung dabei, ebenfalls beeindruckt war sie bei der Übung der Jugendfeuerwehren im vergangenen Jahr. KBI Andreas Bergbauer sagte, dass in Blaibach „die Feuerwehrwelt in Ordnung sei“. Zudem sei man ohne Probleme aus der Pandemie herausgekommen. Diese schwierige Zeit sei sehr gut genutzt worden, es habe keinen Stillstand gegeben und auch das Vereinswesen sei wieder angelaufen. Besonders lobte er auch die hervorragende Nachwuchsarbeit. Das Ehrenamt sei nicht selbstverständlich, so Bergbauer. Dank sagte er auch an die Verantwortlichen der Drohnengruppe und mahnte, bezüglich Blackout keine Angst zu haben. Wichtig sei, die Bevölkerung zu sensibilisieren. Die Feuerwehr sei hier kein Allheilmittel. Abschließend dankte er der Gemeinde für die vielen Investitionen der letzten Jahre, ob Schutzausrüstung oder die beiden neuen Fahrzeuge in den Feuerwehren Blaibach und Bärndorf.